13-15. Death Valley, Mammoth Lakes und Yosemite NP

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Nach der glitzernden Überflusswelt von Las Vegas ging es in Richtung Death Valley weiter. Diese faszinierende Landschaft ist zwar absolut sehenswert, allerdings im Sommer nicht sehr einladend. Es ist wirklich unglaublich heiß und die in regelmäßigen Abständen aufgestellten Schilder, die einen auffordern die Klimaanlage auszuschalten, um eine Überhitzung des Motors zu verhindern, sowie das Warnschild am Parkeingang wirken nicht ermutigend und erinnern daran, diese Gegend nicht zu unterschätzen. Es ist einer der heißesten Orte auf der Welt und das haben wir auch zu spüren bekommen. Wir haben leider nur an einem Punkt im Park angehalten, der einiges zu bieten hat, nämlich am Zabriskie Point. Hier hat man eine fantastische Aussicht auf bizarren Erosionslandschaften und Felsen. Dann sind wir wieder ins Auto geflüchtet und haben die Klimaanlage voll aufgedreht. Mich hat überrascht, dass dieser scheinbar absolut lebensfeindliche Ort, trotzdem recht intensiv von Menschen genutzt wurde. Im Death Valley wurde viel Bergbau betrieben, dessen Spuren man an vielen Orten im Park begegnet. Wir haben nicht im Park übernachtet, sondern sind nur durchgefahren. Durch den großen Höhenunterschied, schließlich liegt auch der tiefste Punkt der USA hier, ist man ganz schön geschlaucht am Ende des Tages. Im Gespräch mit Amerikanern haben wir erwähnt, dass wir im Death Valley waren und die Amerikaner haben nur gelacht und gemeint, die Einzigen, die im Sommer nach Death Valley fahren würden, seien die Europäer. Nun ja, wenn es nicht so heiß gewesen wäre, hätten wir uns wahrscheinlich die ganzen sehenswerten Punkte angeschaut, wie das Badwater Basin oder Devils hole.

In den letzten drei Tage haben wir, nach dem wir in Lone Pine (hier kann man lecker Steak essen) übernachteten, die Mammoth Lakes und den Yosemite National Park erkundet. In der Nähe des Skigebietes Mammoth Lakes liegt der Nationalpark Devils Postpile National Monument. Auch hier haben wir das parkeigene Shuttlebussystem genutzt, eine Fahrt mit dem Privat-PKW ist nicht erlaubt. Wir haben eine kleine Wanderung zu den Rainbow Falls gemacht und auf dem Rückweg die Hauptattraktion, Devils Postpile angeschaut. Dieses 20 m hohe Kliff aus regelmäßigen Basalt-Säulen ist sehr beeindruckend, dadurch, dass die Steinsäulen so regelmäßig erscheinen, glaubt man fast nicht, dass sie natürlich durch einen Vulkanausbruch und das extrem langsame abkühlen der Lava entstanden sind. Auf unserer Wanderung sind wir auch an riesigen so genannten Langlebigen Kiefern vorbei gekommen, diese Nadelbäume sind mit ihrer Größe sehr beeindruckend und werden auch extrem alt. Wir haben auch ein Gebiet durchquert, dass 2008 durch Waldbrände zerstört wurde. Die vielen schwarzen Baumstümpfe waren ein trauriger Anblick und die Stimmung in diesem Gebiet war sehr trostlos und beklemmend. Im Skigebiet kann man durchaus auch im Sommer viel unternehmen. Es gab die Möglichkeit mit dem Lift auf den Berg zu fahren. Sehr beliebt waren auch die Mountainbike-Abfahrten, die Ausrüstung gab es direkt vor Ort zum ausleihen.

Von Mammoth Lakes sind wir weiter zum berühmten Yosemite National Park gefahren über die Tioga Road zum Tioga Pass, welcher im Winter geschlossen ist. Der Weg führt durch eine sehr schöne und beeindruckende Bergwelt in den Park. Gleich hinter der Parkgrenze kamen einige kristallklare Bergseen. An einem davon haben wir schließlich angehalten und den Tag mit Ausruhen und Baden verbracht. Dabei konnten wir einige Kletterer auf den schneeweißen Granitfelsen der umliegenden Berge beobachten. Abends sind wir durch den Park zum Hotel gefahren und konnten so noch einen Blick auf das berühmte Yosemite Valley werfen. So hatten wir wenigstens noch einen Tag „Urlaub“ 🙂 bevor es zurück nach San Francisco und ab nach Hause ging.

Mammoth Lakes

Bilder

Karte

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